Waal         

 

Mittelalterliche

Klänge und Rock

 

Außergewöhnliches Repertoire der „Rattenfänger“

 

                                                           Waal

Im Deutschen Haus in Waal gab es am Wochenende eine Seltenheit in Sachen Musik zu erleben. Die noch relativ unbekannte Band „Rattenfänger“ gab ihr vielseitiges Programm zum Besten und zog damit alle Konzertbesucher in Ihren Bann.

 

 

 

     Mit auflodernden Fackeln eröffnete die Gruppe im Waaler Biergarten ihr Spektakel, das sich über die verschiedensten Stilrichtungen ausbreitete. Mit inbegriffen waren Rock, leichte Einflüsse von Pop, Reggae, aber auch Klassik und mittelalterliche Klänge.

     Die acht Mitglieder der Band haben sich erst vor zwei Jahren zusammengeschlossen., doch das harte Proben im kleinen, dunklen Kellerraum hat sich gelohnt. Mittlerweile begeistern die „Rattenfänger“ bei rund zehn Konzerten pro Jahr ihr Publikum.

     Das Besondere an ihrer Musik ist wohl, dass sie nicht nur über die obligatorische Besetzung mit E-Gitarren, Percussion und Vocals verfügen, sondern des

 

Weiteren mit Dudelsäcken, (Quer-)Flöten, Trommeln und (Sopran-)Saxophon Musik kreieren. Das Ergebnis lässt sich schlecht in eine bestimmte Sparte einteilen, doch die Musiker selbst wollen sich auch gar nicht auf eine Stilrichtung festlegen.

     So präsentierten sie in Waal mittelalterliche Klänge durch Lieder wie der „Prügelknabe“ und der „König Vielfraß“, die vordergründig schon fast aggressiv, aber doch durch den beruhigenden Dudelsack im Hintergrund sehr eindringlich auf den Zuhörer wirkten. Ganz gegenteilig hierzu waren Songs wie „Won´t be alone“ oder „Traum“, bei denen die Zuhörer ihren Gedanken freien Lauf lassen konnten.

     Auf dem Höhepunkt des Abends spuckten die Feuerspeier, was im mittlerweile dunkel gewordenen Biergarten begeisterte Zuschaueraugen und eine tolle Stimmung hervorrief. Beim Besucher hinterließ die Musik, die zum Teil etwas an „Subway to Sally“ erinnerte, gemischte spiritistische, inspirierende und impulsive Eindrücke, was diesen Abend zu einem unvergesslichen Hörerlebnis machte. Wer die „Rattenfänger“ auch zu Hause hören möchte, kann dies, denn es ist bereits die zweite CD in Arbeit.                                      Margit Fichtl